Beste Zeit zum Fotografieren

Bei meinem letzten Einzelworkshop kam auch die Frage auf „Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren“.  In der Fotografie dreht sich alles sehr viel um das richtige Licht. Meiner Meinung nach einer der besten Faktoren für ein gutes Foto. Wie Gewürze zu einem schmackhaften Gericht. Am alten bekannten Spruch “von 11 bis 3 hat der Fotograf frei” ist schon was dran, denn dann brennt die Sonne wie ein Bunsenbrenner  vom Himmel und beschert uns die hässlichen Schatten, die weder für Menschen- noch Landschaftsfotografie von Vorteil sind. Für mich die beste Zeit zum Fotografieren ist der frühe Morgen, am besten zum Sonnenaufgang. Dies ist eine kleine Hommage an die beste Zeit zum Fotografieren. Morgens, wenn die Sonne aufgeht und der Tag beginnt. Dann lohnt es sich vom Licht und der Stimmung her. Meistens ist man sogar alleine unterwegs an Stellen, die am Tag überfüllt sind. Man muss halt nur seinen inneren Schweinehund überwinden und sich aus dem gemütlichen Bett schwingen. Ein Stativ benötigt man nicht zwingend, da die aufgehende Sonne ja bereits genug Licht liefert. Nur kurz vor dem Sonnenaufgang kann es sein, dass die Belichtungszeiten noch zu lang sind, um die Kamera in der Hand zu halten ganz ähnlich wie auch abends zur blauen Stunde.  Bei der Belichtung orientiere ich mich auf den Bereich um die Sonne herum. Direkt das Zentrum der Sonne ist viel zu hell und brennt somit aus. Aber der ganze Bereich drum herum macht dann die Stimmung aus. Viele Teile des Bildes sind oft auch noch recht dunkel. Entweder man hellt diese Bereiche später auf oder lässt es einfach so. Ich finde ein Sonnenaufgangsfoto darf durchaus auch tiefschwarze Bereiche haben, es ist nun mal  eine Gegenlichtaufnahme, und somit eine sehr kontrastreiche Situation. Zum Fotografieren nehme ich hier überwiegend das manuelle Programm, die Belichtungsmessung stelle ich hier auf Matrix- oder mittenbetonter Messung. Viel  sehen kann kann man hier, wenn man eine Kameras mit Belichtungsvorschau hat. Am schönsten gefällt mir am Sonnenauf- und auch Sonnenuntergang, da man dieses Licht aus allen Richtungen nehmen kann. Mit dem Licht, dagegen oder auch von der Seite.  Da muss man ein wenig spielen aber es funktioniert fast immer und es ist schön. Aber egal wie es mit der Technik auch geht, es bleibt am Ende die Uhrzeit und das Licht, die sowieso den entscheidenden Unterschied machen. Durch schreiben und lesen, sowie das Diskutieren von Belichtungseinstellungen wird das Bild nicht besser. Ihr müsst früh aufstehen  Raus gehen, denn die beste Zeit zum Fotografieren bleibt für mich der Sonnenauf- und Sonnenuntergang.

 

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