Umzug auf Italienisch

Neben dem Morgendlichen aufwachen und somit steigendem Lärmpegel der Stadt Catania kam noch ein weiterer Lärm in Form von Rufen dazu. Ein Blick auf den Balkon und die Ursache war zu sehen. Im Nebenhaus war ein Umzug angesagt. Bei der Enge der altertümlichen Treppenhäuser ist es einfacher, es mit einem Liftsystem zu machen.  Somit wurde sich lautstark über den Balkon unterhalten.

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Bed und Breakfast Catania

Das Acqua dell Arte ist ein kleines charmantes Bed & Breakfast Hotel in einem alten Palazzo aus dem 18. Jahrhundert unweit der historischen Altstadt Catanias. Und dem wohl (laut Reiseführer) schönsten Fischmarkt Siziliens doch davon mehr im nächsten Bericht über Catania. Hinter den alten Mauern erwarten uns individuell, teilweise mit antiken Möbeln ausgestattete Räume. Unser klimatisiertes Zimmer, elegant und mit Stuckornamenten an der Decke, vermittelt ein Gefühl von Wohlempfinden. Das reichhaltige kontinentale Frühstück wurde liebevoll an einer schönen Tafel serviert. Überhaupt hat uns die herzliche Art sowie Hilfsbereitschaft der Gastgeberin sehr gefallen. Empfangen wurden wir nach unserer Fahrt von Marina de Ragusa in dem alten Palazzo mit einem schönen Espresso und einem Plätzchen. Hinter dem schweren Eisentor fand unser kleiner Fiat 500 auch ein Plätzchen, den Parkplätze, gibt es hier ganz nahe der Altstadt recht schwer. Aber bitte legen sie den Schlüssel für ihr Auto in die Küchenschublade, damit wir umparken können, wenn es nötig ist. Wie sich einen Tag später herausstellte, waren in dem Hinterhof nicht nur alte und neue Autos vom Palazzi geparkt. Dort befand sich eine kleine Autowerkstatt, wo in den drei Garagen eifrig montiert wurde und der Kleine dann da geparkt wurde, wo er halt nicht störte.

Zu Hause bei Montalbano

Punta Secca vor dem Leuchtturm rechts war die Information aus dem Internet. Ein lautes Hurra kam von der Beifahrerseite, zum richtigen Punta Secca und beim Auftauchen des Leutturms bei der Anfahrt. Ich war geknickt, aber nur kurz, mein Punta Secca war knapp 3 Stunden von dem jetzigen Punta Secca entfernt. Egal, wir hatten das Richtige gefunden und brauchten nur noch den Menschen folgen, die ebenfalls das Haus von Commissario Montalbano besichtigen wollten. Engländer, Deutsche und jede Menge italienische Fans, aller Altersklassen hatten sich auf dem Platz eingefunden. Jeder wartete, bis er dran war, um ein Foto von sich und dem Haus zu machen. Ich natürlich auch :) . Das Haus selber bietet Bed and Breakfast, war aber leider nicht zugänglich. Leider hat das ZDF die Serie nach vier Folgen, die freitags spät abends gesendet wurden, wegen mäßigem Zuschauerinteresse eingestellt. Gut man muss den Humor verstehen und alles nicht so ernst nehmen, aber die Landschaftsaufnahmen und auch die Geschichten sind eng mit der literarischen Vorlage von Andrea Camilleri verbunden. Keiner der Folgen ist so dunkel und mit Alkohol versehen wie die nordischen Krimis, die derzeit am Sonntag ausgestrahlt werden. Aber muss man nicht den schwarzen englischen Humor verstehen, wenn man teilweise Barnaby und Co. sieht? Aber schließlich hat Montalbano seinen Weg, über den Privatsender Servus TV aus Österreich zu uns in den deutschsprachigen Raum geschafft, derzeit sind 22 Folgen auch auf DVD erhältlich. Übrigens gesellte sich zu unserem kleinen Fiat 500 wieder ein Oldtimer, diesmal aus dem Jahre 1965. So jetzt wird es Zeit zum Essen. Spaghetti Nero (mit Tinte vom Tintenfisch), danach Fisch und dazu einen Corvo Bianco. Das alles nicht, wie Kenner wissen bei Enzo in Vigata, sondern hier in Marina de Ragusa.

 

Probleme mit der Technik

Tja nach der Irrfahrt kommt auch noch Pech hinzu, der W-LAN will nicht immer so wie ich, schon gar nicht mit Bildern, somit bleibt die Auflösung derzeit etwas kleiner als gewohnt. Dies war eine von mehreren Mails, die mich heute erreichten. Auch kam die Frage, wo bleiben denn die Berichte von Montalbano und den Drehorten. Bitte ich berichte nicht Live und sofort. Für alle die, welche ein bisschen Geduld haben, kommt der ausführliche Bericht in den nächsten Tagen. Auch über die Nikon 610 werde ich dann noch einen Bericht schreiben. Zu den Bildern gibt es noch zu sagen, dass mein Objektiv wohl leider ein kleines Fokusproblem hat. Der Motor summt und summt aber die totale Scharfstellung will nicht gelingen und beim Auslösen verzehrt er dann. Das ist jetzt gar nicht gut, derweil meine Auswahl an Objektiven hier vor Ort auch arg eingeschränkt ist. Jetzt mault auch noch die Fotogalerie von meinem Blog. Sie ahnt wohl, dass sie demnächst durch eine neue und modernere Art der Darstellung ersetzt wird. Ende mit den Kästchen und bessere Auflösung soll es dann auch sein. Das dauert aber wohl noch den April über, bis alles so klappen soll, bis dahin muss es erst mal so gehen. 

Geliebtes und verfluchtes Sizilien

Oder mein Navi hat mich im Stich gelassen. Auf unsere Tour zu den Drehorten von Montalbano führte uns der Weg nach Ragusa, genauer nach Ragusa Ibla einer schönen alte Barockstadt direkt am Berg gebaut. Ziel war der Duomo. Navi führt uns durch die engsten Gassen der Stadt hoch und wieder runter und wieder hoch bis zu unserem Ziel, wobei es die Umgehungsstraße meidet. Halt, ich habe das neueste Kartenmaterial drauf und auch die optimalste Wegfindung eingestellt. Jedoch weigert es sich, diese Straßen zu benutzen. Fahren wir gemäß der Schilder, passt sich das Navi blitzschnell an und siehe da, dann kennt es auch diese Straßen. Fairerweise muss ich sagen, dass diese engen und verdammt kleinen Straßen dicht an dicht gebaut sind. Doch bis zum Dom hatten wir das Ganze noch mit einem Lächeln und kann mal passieren weg gesteckt. Jedoch waren wir um 16 Uhr bei Freunden zum Essen eingeladen. Als wir dann um 14 Uhr in Ragusa Ibla das Navi mit den Daten nach Ciriga gefüttert hatten, verkündete es uns stolz, Ankunft 15:34 Uhr. Ich fuhr diesmal ganz bewusst nur nach dem Navi, ohne auf die Schilder zu achten, was führ ein fataler Fehler. Irgendwann waren wir aus dem Irrgarten von Gassen im Industriegebiet gelandet. Von dort ging es zuerst auf einer gut ausgebauten roten Straße, danach gelb und weiß, jetzt folgten nur noch Schotterpisten. Ich habe das schallende Gelächter von der Tante im Navi glatt überhört als wir letztendlich am Ende des Weges weit ab von der Schnellstraße und der Brücke, die wir irgendwie am Hang immer umkreisten, teilweise sogar parallel zur Schnellstraße fuhren, bevor sie uns wieder den Hang hoch oder runter schickte. Wir wurden gefangen gehalten zwischen Trockenmauern und Feldwegen. Ich hatte die Faxen dicke. Erst mal aussteigen und nur laut über die Technik von der „Mann“ sich abhängig gemacht hat, meckernd über der ausgebreiteten Landkarte hängend überlegend, wo bin ich hier verdammt noch mal!!!. Aber auch auf der Karte waren diese Wege nicht eingezeichnet. Sizilien hatte uns verschluckt. Es blieb uns nichts anders übrig als den ganzen verdammten Weg wieder zurückzufahren. Irgendwie gefühlte Stunden später erreichten wir wieder die Zivilisation mit einem Blick auf die Uhr war es mittlerweile 15:45 Uhr und wir immer noch in der Pampa bei Ragusa. Doch war ich froh wieder eine ausgebaute Straße unter den Rädern zu haben. Irgendwann fanden wir dann auch eine Wegweisung Richtung Syrakus, der wir dann folgten, weil das war, unsere ursprüngliche Richtung. Übrigens das Navi, welches ich jetzt ignorierte, wollte immer wieder wenden und in diese Pampa fahren. Erst als wir endlich auf der Schnellstraße über das Tal und die Brücke fuhren, welche wir seit knapp 2 Stunden immer gesehen hatten, aber irgendwie dort nicht hinkamen, ergab sich das Navi. Es führte uns dann maulig zu unserem Ziel, welches wir dann auch um 17 Uhr erreichten. Es wurde noch ein toller Abend und das Essen war richtig lecker, die Dorade saftig und im eigenen Saft herrlich gewürzt. Entschuldigung noch an Angela und Sylvia das Ihr so lange auf uns warten musstet. Als wir uns dann um 20:30 Uhr bei einem Sternenklarem Himmel und leuchtendem Mond auf den Heimweg machten, trauten wir dem Navi nur bedingt. Aber etwas über eine Stunde später waren wir dann doch in Marina de Ragusa angekommen und ein langer Tag hatte sein Ende gefunden.

Anreise nach Marina de Ragusa

Um 2 Uhr klingelte der Wecker und um 3 Uhr war Abfahrt nach Hamburg. Leichter Nieselregen 12 Grad, Parkplatztransfer, einchecken, mit all den üblichen Kontrollen von Laptop und Fotoausrüstung.Wobei ich bewusst nur das Teleobjektiv und das 50 Festbrennweite mitgenommen habe. Pünktlich um 6:10 Uhr hob die Easy Jet in den morgendlichen grauen und dunklen Himmel von Hamburg ab. Nur kurze Zeit später schien die Sonne über den Wolken, jedoch hatten wir außer ein paar Lücken in der Wolkendecke (Innsbruck, Venedig, Rom, Neapel) keine freie Sicht. Als die Maschine sich jedoch im Sinkflug auf Sizilien befand und auf die Küste von Milazzo zusteuerte, tauchte er auf der Berg der Berge mit weißem Puderzucker überzogen. Es liegt also noch Schnee auf dem 3000m hohem Ätna. Wir umkreisten ihn und landeten schließlich in Catania, übrigens bei 22 Grad und Sonnenschein. So kann es weiter gehen. Knapp eine Stunde später machten wir uns mit dem kleinen Fiat 500 auf die 120 km nach Marina de Ragusa. Bei der Fahrt erlebten wir die Insel mit ganz neuen Augen, kannten wir sie doch nur aus dem September. Da ist sie braun, verbrannt und ausgetrocknet von den heißen Sommermonaten, jetzt erstrahlt sie im frischen Grün. An den Feldern blüht überall der herrliche Klatschmohn und an fast jeder Ecke kann man erntefrische Orangen kaufen. Wir haben natürlich gleich welche gekauft. Habe ich oft bei diesem Obst, das Gefühl, das mir alle Gesichtszüge entgleisen, sind diese saftig und mit geringer Säure, als die bei uns zur Winterzeit. Einfach lecker. Schmecken nicht bei uns die Äpfel und Birnen auch am besten, wenn sie lang genug am Baum gereift sind? Nur der Konsum verlangt, dass dieses halb fertige Obst auf den Markt kommt. Gibt es nicht auch schon Flugmangos. Kosten zwar das doppelte hatten aber die Chance voll auszureifen. Übrigens die Tomaten hier, ein Genuss, doch genug davon. Kaum am Zielort angekommen, hatten wir noch genug Zeit bis zum Bezug unserer Ferienwohnung, also an den schönen Strand. Das Wasser wird wohl um die 17 bis 18 Grad haben. Es strahlt in Herrlichem türkisfarben. Als wir so auf der Mauer vor dem Restaurant sitzen und warten das es geöffnet wird parkt noch ein Fiat 500 genau hinter unserem ein. Nur mit dem gewaltigen Unterschied, dass dieser aus dem Jahre 1963 stammt und Tipptop in Ordnung und gepflegt ist. Schnell kommen wir mit dem Besitzer ins Gespräch, der bis vor 17 Jahren in Deutschland gearbeitet hat. Wir erzählen von unserem ersten Besuch in Marina de Ragusa vor 16 Jahren im Hotel Terre Aqua und unserer Begegnung mit Katharina Böhm, die damals für Commissario Moltanbano vor der Kamera stand. Er lacht und erzählt uns, dass er damals als Bademeister in dem Hotel gearbeitet hat und die Schauspielcrew der ersten und zweiten Staffel kannte. Er selber habe an drei Folgen als Statist mitgewirkt. Das fängt ja gut an gerade, weil wir an einige Drehorte der Serie fahren wollen. Doch jetzt öffnet das Restaurant und unser Gesprächspartner muss auch weiter.  Nach einem vorzüglichen Mahl ging es in die Ferienwohnung. Wir haben super getroffen. Die wohl bislang schönste Ferienwohnung, die wir in Italien zu diesem Preis hatten. Bilder gibt es morgen dazu, da ich heute Abend einfach zu müde, bin da noch was Schönes zusammenzustellen. Morgen also mehr.  

Auf nach Catania

So die Koffer sind fast gepackt. Die Nikon 610 ist verpackt und wartet auf ihren ersten Einsatz im Süden. Bislang bin ich leider noch nicht so dazu gekommen die Kamera zu testen, wie ich mir das gewünscht hätte, aber jetzt kann sie mal zeigen, was sie kann. Die Pläne für die Touren zu einigen Drehorten von Commissario Montalbano sind im Navi eingegeben. Auch auf das Fotoshooting vor Ort freue ich mich jetzt schon. Vielleicht darf ich ja auch davon einige Bilder zeigen, wenn ich die Erlaubnis bekomme. Hoffe das ich dort auch Empfang habe, um ein paar Reiseberichte zu schreiben.

Rechte am Bild

Aus gegebenen Anlass möchte ich ausdrücklich Hinweisen, das alle Bilder in diesem Blog urheberrechtlich geschützt sind und ausschließlich von mir oder im Auftrag von Wernickes Foto und Film gemacht wurden. Ich habe ein Bild von mir auf einer anderen Website gefunden, ohne das der Inhaber dafür ein Nutzungsrecht erworben hat. Dieser meinte auf Bitten von mir das Bild zu löschen, ich solle meine Bilder doch mit Copyright versehen, um es kenntlich zu machen oder einen Kopierschutz einbauen. Sicher könnte ich dort immer einen Balken drauf machen oder Copyright rein schreiben. Aber mal ehrlich wer ein bisschen mit Photoshop umgehen kann entfernt so etwas ohne Probleme. Die Kunden, die mit meinen Bildern im Internet werben, haben alle ein Nutzungsrecht beim Kauf der Bilder erhalten. Ich möchte also darum bitten, wenn jemand Interesse an einem Bild hat, mit mir Kontakt auf zu nehmen.   Das Recht am eigenen Bild ist in Deutschland im Kunsturheberrechtsgesetz geregelt. Ergänzend sei noch gesagt, dass dies nicht nur bei mir ein aktuelles Thema ist. Der Kollege Michael Gelert (MIGEL, Licht(in) former) hat ebenfalls dazu einen sehr interessanten Beitrag geschrieben. Indem er dort schreibt „Bildrechte und warum keine gibt“ geht er gezielt auf das Urheberrecht und dem „Recht am eigenen Bild“ sehr genau ein.

 

Hochzeit an der Ostsee

Werbung tut not, denn noch habe ich einige Termine frei für Hochzeiten, Pärchen- und Familienshootings. Da bin ich auf die Website von Hochzeit an der Ostsee für Lübeck – Travemünde zu finden. Im Reporter habe ich mal eine kleine Anzeige gestartet. Findet ihr auf der aktuellen Ausgabe auf der zweiten Seite. Mit dem Spezi vom Web bin ich dabei, den Blog und die Website zu modifizieren. Ich will hier nicht nur Text, sondern demnächst mehr größere Bilder zeigen. Auch über den Aufbau einer Foto-Galerie wird ebenfalls nachgedacht.

Auf den Spuren von Commissario Montalbano

Noch sind es knapp 10 Tage bis zu unserem Abflug nach Catania und von dort für 5 Tage nach Marina de Ragusa und 2 Tage nach Catania. Das war einst unser erster Kurztrip nach Sizilien 1998, damals noch mit allen Vorurteilen, die es gab, bezüglich Mafia und Diebstahl im Hinterkopf behaftet gab. Damals noch eine geführte Pauschalreise mit kurzen Bustouren zu den Sehenswürdigkeiten im Umland von Ragusa. In unserem Hotel Terraqua in Marina de Ragusa gastierte damals die Schauspielerin Katharina Böhm. Wie wir viel später erfuhren, war sie dort zu Dreharbeiten von Andrea Camilleris Commissario Montalbano. Damals haben wir uns in die Insel, Natur und Menschen die dort Leben verliebt. Es ist, der einzigartige unbeschreibliche Flair, der von der Insel ausgeht, der uns dort immer wieder dort hinzieht. Mittlerweile mieten wir uns gerne eine Ferienwohnung und mischen uns unters Volk. Diesmal geht also wieder nach Marina de Ragusa und auf die Spuren von Commissario Montalbano. Wir wollen uns die Drehorte Drehorte anschauen und eine kleine Reisedokumentation machen. Es geht da nach Agrigent (Montelusa), Porto Empedolce (Vigata), Punta Secca und viele mehr. Wenn einer von Euch gerade auch dort ist, können wir gerne ein Fotoshooting machen. Kontakt hier.

Fotokünstler, Videograf und Dienstleistung Rund ums Bild aus Lübeck – Travemünde