Rechte am Bild

Dieses Frühjahr scheint es ja ein ganz heißes Thema zu sein. Das Recht am Bild. In fast jedem Restaurant sitzt einer und macht mit seinem weitwinkeligem Handy, IPad Aufnahmen vom Essen und Einrichtung. Da rennt keiner hin und hält im die Rechte am Bild vor. Aber kaum wird eine DSLR ausgepackt geht der Ärger los. Der Fotograf scheint in deutschen Lande ein schlimmer Finger zu sein. Eigentlich müssten wir immer mit einem Klappschild  rumlaufen, wo draufsteht „Achtung hier werden öffentliche Aufnahmen gemacht, wollen sie nicht auf dem Bild sein, machen Sie einen Bogen um mich“.  Ich hatte so ein Thema bei einem Shooting in Lübeck, wo ein unbeteiligter bei mir ankam und meinte ich müsse alle Bilder löschen, wo er drauf ist. Er war nicht auf einem Bild. Ferner tönte er rum, wenn man ein Fotoshooting macht brauche, man eine Genehmigung vom Ordnungsamt. Das Pärchen, und nicht nur die waren jetzt genervt von dem Typen, um den sich jetzt immer mehr Menschen mit immer unterschiedlicheren Kommentaren zu Wort meldeten. Wir haben eingepackt und sind gegangen.

 

Der Lichtformer MiGel berichtete bereits vor ein paar Wochen schon über dieses Thema in einem schönen Artikel finde ich. Jetzt kommt Paddy von neunzehn72 auch mit einem schönen Artikel über Street Fotografie.

Wie Paddy hatte ich die Gelegenheit vor ein paar Wochen in Süditalien Fotos machen zu dürfen. Auch dort ist die Mentalität eine ganz andere als hier. Es wurden Türen und Herzen geöffnet und auch so manche Geschichte dabei erzählt. Da schlägt das Fotografenherz einfach höher und es macht einfach mehr Spaß. Ich möchte hier auch noch ein paar Zeilen von Paddy zitieren, besser kann man es nicht sagen.

„Ich möchte das Recht am eigenen Bild nicht grundsätzlich in Frage stellen. Es ist schon ganz gut, dass es so was gibt. In Zeiten von Facebook sollte man sich Gedanken darüber machen, wo die eigene Fresse erscheint. Dennoch würde ich mir wünschen, dass dieses Recht nicht so extrem ausgelebt wird, wie es mir manchmal erscheint. Es ist zu schade um die Street Fotografie. Ich kann das Gesetz nicht ändern, ich kann es aber in diesem Fall beeinflussen, indem ich den Kameras anderer Fotografen mit einem Lächeln entgegen gehe und einer Veröffentlichung grundsätzlich positiv gegenüber stehe. Vielleicht ändert sich ja irgendwann einmal die breite Einstellung und die Street Fotografie in Deutschland wird salonfähig.“

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